Altes Handwerk – Neu aufgelegt

 
Alte Handwerksberufe bald am Aussterben?
 

Ein großes Dilemma unserer Zeit

Im industriellen Handwerk kommt heutzutage kaum
jemand ohne computergesteuerte Technologie aus.

Von den Produktherstellern heutzutage, reduzieren sich erwünschte
und benötigte Fähigkeiten von Arbeitnehmern mehr und mehr auf
den Umgang mit Programmen, die maschinelle Abläufe regulieren.

Die Handwerkerschicht, einst Fundament des gesamten Handels,
ist gezwungen, sich zu spezialisierten Technikern auszubilden zu lassen.

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sich für eher
handwerklich Begabte extrem verschlechtert.

Schon in den achtziger Jahren zeichnete sich allerdings eine beginnende
Nostalgiewelle ab – ein Zeichen dafür, dass viele Menschen – auch junge
Leute und gerade Frauen – sich von seelenloser Technik überrollt fühlen
und einen Halt im Althergebrachten finden.

Handarbeits- u. Wollfachgeschäfte mit exellenter Beratung
schossen damals wie die Pilze aus dem Boden.

Wunderschöne Einzelstücke, vom leichten Sommer-Pulli mit dem
tiefen Rückenausschnitt bis zur wärmenden Angora-Strickjacke in den
herrlichsten Farben und gewagtesten Schnitten wurden unter der Woche
den staunenden Arbeitskolleginnen vorgeführt.

Wer das komplizierteste Muster fehlerfrei zu einem individuellen Kleidungs-
stück verarbeitet hatte,  vielleicht sogar den in mühsamer Feinarbeit
gefertigten Perlen- und Pailettenbestickten Abendpullover  ins Theater
ausführen konnte, war sich der Bewunderung der nicht ganz so versierten
Strickgemeinde sicher.
 
Niemand wurde belächelt, altmodischen Oma-Kram aus der Mottenkiste zu
holen, nein im Gegenteil,  alte Handarbeit wurde zu modernen Schick – der
Wert von Einzelanfertigungen im Gegensatz zu maschinell gefertigter Ware
erhielt endlich wieder seine angemessene Wertschätzung.

Steigende Mietpreise und nachlassendes Interesse durch den Einzug von
Billig-Kleidungs-Handelsketten machten den meisten Handarbeits-
geschäften jedoch bald wieder den Garaus.

Heute gibt es nur noch wenige, gut sortierte Läden, in denen frau
auch noch gute  und individuelle Fachberatung erwarten darf, wie z. B.
Die Wollmaus“ in Berlin Prenzlauer Berg bei Frau Rosemarie Stöcker.
 

         wolle wollmaus berlin Altes Handwerk   Neu aufgelegt

 
Ja, einige wenige Frauen liessen sich ihre Freude am guten, alten Handwerk
in der Bekleidungsbranche nicht nehmen und erfüllen heute noch den Bedarf
der Kunden, die nicht allzuviel von Massenware halten oder Ihre gute Kleidung
trotz schadhafter Stellen noch für zu schade für die Alt-Kleidersammlung
befinden:

Das Handwerk der Kunststopferei z.B. verheisst so manches mal Rettung
für das teure Marken – Jacket,  dass leider unbedacht durch einen Zigaretten-
Brandfleck verunziert wurde.

Ein Dreiangel im Lieblings-Kostüm-Rock?
Ein Mottenloch im wertvollen Kaschmir-Pullover?

Hilfe und kompetente Annahmestellen auch in Dresden finden
Sie in der ”Kunststopferei” bei Frau Hiltmann aus Radeburg.
 

           kunststopfen kunststopferei radeburg Altes Handwerk   Neu aufgelegt

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Handwerksberufe aus Großmutters Zeiten

- in Kürze folgen mehr!
 

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