Eine seltene Blume ist verblüht…

Im Gedenken an Hannelore Schmidt

“Loki”, wurde sie bereits als kleines Mädchen genannt- und mit diesem
Namen ihr Leben lang liebevoll angesprochen – die Ehefrau des Alt-Kanzlers
Helmut Schmidt, die mit ihrem Mann noch und gerade in reiferen Jahren
so gern lachte und spasste.

Kein zartes, verträumtes, engelsgleiches Antlitz war ihr eigen - wohl eher ein ent-
schlossenes, offenes Frauengesicht – doch gerade mit diesem ehrlichen und reali-
tätsnahen Ausdruck, ihrem verständnisvollen Wesen und nicht zuletzt mit ihrem
Humor muss sie ihn schon in frühester Jugend angezogen haben, ihren Helmut.

Vor einundachtzig Jahren lernten sie sich auf einem Kindergeburtstag kennen
und wurden gute Freunde: eine Schicksalsbegegnung, wie sie ihresgleichen sucht.
2012 hätten beide ihren siebzigsten Hochzeitstag feiern können, sie hatte es sich
so gewünscht, ihn gemeinsam zu begehen.

Es hatte nicht sein sollen, Loki schloss am frühen Morgen des 21.Oktober 2010
zuhause im Hamburger Stadtteil Langenhorn für immer die Augen.

Helmut Schmidt weilte zu seinem großen Bedauern gerade ahnungslos in Berlin,
ihrer beider Tochter Susanne stand Loki in ihrer letzten Stunde beiseite – das
einzige Kind, das ihnen  geblieben war.

Ein halbes Dutzend  wollte Hannelore Schmidt, geb.Glaser – sechs Fehlgeburten
und den Tod eines behindert geborenen Sohnes, der nicht einmal ein Jahr alt
werden durfte, musste sie jedoch erleiden.

Nein, nur eitel Sonnenschein war ihr nicht vergönnt, zumal auch sie mit dem
Mann an Ihrer Seite den gesamten zweiten Weltkrieg durchstehen musste:

1942 heiratete sie, inzwischen gestandene Grund-,Volks- und Realschullehrerin,
ihren Helmut, derzeit Offizier der deutschen Wehrmacht – obwohl zu einem vier-
tel jüdischer Abstammung und adoptiert – ein Geheimniss, welches ihre junge
Ehe in diesen Zeiten sicher zusätzlich belastete.

Ganz untypisch für die Rolle einer deutschen Ehefrau der Nachkriegszeit konnte
sie ihrem Manne nach dem Krieg das Studium zum Diplom-Volkswirt finanzieren
und damit erst ermöglichen.

Sie legte somit unwissentlich den Grundstein für ihre spätere Position als belieb-
teste Kanzlergattin Deutschlands sowie als Schutz-Patronin für Pflanzen- u.Natur .

Selbst war ihr das Studium der Biologie als Tochter aus bescheidenen Verhält-
nissen versagt geblieben, doch an der Seite Ihres Mannes durfte sie ihrer Be-
geisterung für seltene Floralien und deren Schutz endlich Ausdruck verleihen -
“selbst ist die Frau” war widerum die Devise: sie begleitete in Ausübung ihrer
protokollarischen Pflichten ihren Gatten als “Ehefrau des Bundeskanzlers” und
auf eigene Kosten Wissenschaftler auf Reisen zu Forschungszwecken und für
den Naturschutz in alle Welt, diese oftmals im Auftrag des Max-Planck-Institutes.

Im Jahre 1976 gründete sie die “Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen”, die
nach einer Fusion mit der Stiftung “Naturschutz-Hamburg”  ihren Namen trägt.

Im Rahmen dieser Institution wurde seit 1977 die “Loki-Schmidt-Silberpflanze”
als Preis vergeben für diejenigen, die sich stark für die Umwelt eingesetzt haben.

Eine besondere Ehrung wurde auch Hannelore Schmidt selbst zuteil: zu ihrem
80. Geburtstag wurde sie zur Professorin ernannt, als Dank für ihren Einsatz zu-
gunsten der bedrohten Pflanzenwelt.

Zudem erhielt sie den Doktortitel ehrenhalber von der Akademie der Wissen-
schaften in Sankt Petersburg sowie der Universität Hamburg. Auch Ihr 90er
Ehrentag wurde mit neunzig Loki-Schmidt-Blumenrabatten quer durch
Deutschland gewürdigt.

Hannelore Schmidt suchte kurz vor Ihrem Tode noch die Blume des Jahres aus,
deren Vorstellung ihr seit 1980 oblag: aus dem von ihr zu diesem Zweck verfass-
ten Text stammt folgendes Zitat:

“Ich kenne diese Pflanze seit über 80 Jahren. Denn 1930 machte ich meine
Jahresarbeit über die Pflanzen eines kleinen Hochmoores hier ganz in der Nähe.
Außer dem insektenfangenden Sonnentau war für mich die schönste Pflanze die
Blume des Jahres 2011, der Beinbrech oder auch Moorlilie.”

(Quelle: http://www.stiftung-naturschutz-hh.de/index.htm)

Loki Schmidt war nicht zart wie ein Veilchen oder von zerbrechlicher Schönheit
wie eine edle Rose. Sie war eher einer ihrer geliebten Moorlilien gleich, die selbst
auf kargem Boden den Jahrzehnten getrotzt haben und immer wieder dem aufmerk-
samen Wanderer strahlend erblühten, doch letztendlich nun immer seltener zu
finden sind…

Im Gedenken an eine taffe Frau!

Die Frauen vom

Taffe-Frauen-Netzwerk.de

Mehr zahlen für eine bessere Umwelt?

 
Nach mehreren Jahrzehnten fällt es denn auch
dem Bundeskartellamt auf: Pünktlich zum Ferien-
beginn steigen die Preise an den Zapfsäulen

 
Mal schauen, wann es bis dorthin durchsickert, dass die “Sprit-Kosten”  zudem
freitags im Laufe des Tages steigen, und erst wieder am Montagmorgen sinken…

Nun soll verstärkt geprüft werden, ob es da etwa gewisse Absprachen unter
den Tankstelleneignern gibt… 

Ja, Preiskalkulation gestaltet sich für Unternehmer oftmals recht schwierig -
zumindest, wenn man kein Monopol auf seine Waren und Dienstleistungen
innehat…

Nun ist es dem Verbraucher ja mitunter möglich, durch seine Bereitschaft,
etwas mehr zu bezahlen, höhere Qualität zu bekommen und/oder sogar der
Welt oder denjenigen, die das gekaufte Produkt herstellen, etwas Gutes zu tun.

An sich denken wir da aber an die Menschen, die z.B. von Produktion
und Verkauf von Fair Trade-Waren leben.

Eher nicht an die ohnehin schon Über-Reichen, die für Handelsgüter, die in un-
seren Breitengraden heutzutage zum normalen Lebensstandard gehören, immer
mehr Geld verlangen – obwohl sie mit ihren Einnahmen bessere Alternativen für
Natur, Mensch und Umwelt realisieren könnten: Z.B. statt weiter an der erschöpf-
liche Ressource Erdöl  zu verdienen, einen guten Teil Ihrer Einnahmen in Lösungen
für erneuerbare  Kraftstoffe zu investieren und diese dann aber auch der Allgemein-
heit zugänglich zu machen, indem man sie für die “Breite Masse” erschwinglich machte.

Es hat sich bereits herumgesprochen, dass Obst und Gemüse aus herkömmlicher
Agrarwirtschaft eher krebserregend, als förderlich für die Gesundheit wirken kann,
da sich die Menge der verwendeten, unterschiedlichen Pestizide summiert und
damit unabsehbare Folgen für den menschlichen Organismus haben kann.

Durch die anfängliche Akzeptanz höherer Preise einiger Informierter, denen eine
gesündere Lebensweise etwas wert war, konnten sich findige Investoren in wenigen
Jahrzehnten mittels preiswerterer Märkte mit Produkten aus biologischen Anbau
etablieren. Heute werden diese stark frequentiert und bescheren ihren Gründern
sicherlich ein lohnendes Einkommen.

Das alte kaufmännische Gesetz von Angebot und Nachfrage sorgte auch in
diesem Bereich letztendlich für ein moderates Preis-Leistungsverhältnis.

Doch beim Kraftstoff steigen die Preise trotz enormen Bedarfs der Verbraucher in
schwindelerregende Höhen – nun ja, Erdöl ist eine begrenzte Ressource und leider,
leider fließen ja auch jährlich durchschnittlich ca 100.000 Tonnen des kostbaren
Rohstoffs in die Meere, siehe:

http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Erdoel.pdf

Auch bei der Energieversorgung im deutschen Lande setzt unsere Regierung
weiterhin auf gefährliche Kernenergie, trotzdem die Strompreise demnächst  
wieder einmal ansteigen.

Grund dafür wären laut Medien eine  Steigerung der Subventionierung von er-
neuerbaren Energien mittels der sog. EEG-Umlage, mit der die Verbraucher den
Ausbau alternativer Stromquellen fördern.

Vor allem die Einspeisung durch Solar-Anlagen nimmt rapide zu, da immer mehr
Verbraucher die Vorteile dieser Art der Energiegewinnung zu schätzen wissen,
diese zudem subventioniert  wird und letztendlich allen zugute kommt.

Trotzdem ist der Anteil erneuerbarer Energien an unserer Stromversorgung
mit unter dreißig Prozent noch recht niedrig.

Wie schade, dass zwar in vielen Bereichen praktikable Alternativen vorliegen,
die althergebrachten Methoden jedoch noch immer nicht endgültig abgelöst
werden, obwohl die schädigenden Auswirkungen sowie die ständig wachsenden
Bedrohungen von Mensch und Umwelt offensichtlich sind.

Obwohl etliche Verbraucher sogar einen gewissen finanziellen Mehraufwand in
Kauf nehmen, scheint es trotzdem unmöglich, mit diesen Mitteln zügig zeitgemäße
und umweltschonendere Lösungen zu erwirken - dabei blieben z.B. im Falle eines
Kernkraftwerk-Gaus doch auch die steten Anhänger und finanziellen Nutzniesser
der Atomkraft nicht wirklich von den weitreichenden Folgen verschont…

Steter Tropfen hölt den Stein, wenn immer mehr Menschen auf erneuerbare Ener-
gien umsteigen, wird vielleicht eines Tages auch die Atom-Lobby umdenken, weil
auch mit umweltfreundlichem Strom genug zu verdienen wäre…

Möchten auch Sie  den Anteil von Ökostrom in ihrer Versorgung erhöhen, der
direkt in Deutschland von unabhängigen Betreibern produziert wird?

Von BUND und NABU empfohlen:  Naturstrom   

Tipps zum Preisvergleich und einen Tarifvergleichsrechner der Strom-
und Gasanbieter finden Sie hier: KWH-Preis.de 
 

Eine schöne und erfolgreiche Woche wünschen die Frauen vom

Taffe-Frauen-Netzwerk.de

Wir müssen etwas TUN…

Verlängerte Atomkraftwerks-Ausstiegsfristen,
der Kampf um das Stuttgart 21 -Projekt, eine
nur geringe Erhöhung der Hartz 4-Sätze, nicht
nur unsere Bundeskanzlerin macht sich derzeit
unbeliebt beim deutschen Volke.

Absolute Gerechtigkeit zu schaffen, ist selbst dem fähigsten Politiker
unmöglich - es allen recht zu machen – in einer Gesellschaft wie unserer
- nicht machbar.

Dass aber die Wirtschaftsgrößen und sonstigen Mächtigen auch politische Ent-
scheidungen ganz massiv zu ihren Gunsten beeinflussen, ist allgemein bekannt
und keine Erscheinung neuerer Zeit.

Wir wissen auch, dass Menschen, die vernünftige und vielleicht sogar demokra-
tische Lösungsansätze vorbringen, von Lobbyisten gern mundtot gemacht oder
sogar “aus dem Verkehr gezogen” werden.

Immer nur über Missstände zu klagen allein, schadet unserem Energiepegel
und ändert rein gar nichts.

Wir sollten endlich unsere Komfortzone verlassen. Statt einzig vor dem Fernseher
zu schimpfen, was “die da oben” alles mit uns anstellen, müssen wir selbst in dem
uns möglichen Rahmen aktiv werden, wenn wir wir wieder vermehrt  Einfluss auf
die Politik nehmen wollen.

Gründliche Information wäre der erste Schritt dorthin
- das Internet hilft uns dabei wie noch nie.

Meinungsbildung erfordert allerdings etwas Mühe, doch statt dem Gefühl der
Ohnmacht,  die unseren Energiepegel in den Keller fallen lässt, wenn wir die Tages-
Nachrichten verfolgen, verspüren wir vielleicht eher den Impuls, mitwirken zu
können, etwas zu bewegen, sich zumindest nicht wiederspruchslos in alles hinein-
fügen zu müssen, was uns der Staat aufoktruiert.

Ob wir dann selbst auf Demonstrationen gehen oder an Organisationen spenden,
die solcherlei Aktionen für uns mit erledigen, oder die vielfältigen Möglichkeiten
der Unterschriftensammlungen nutzen, die heute auch vermehrt online ablaufen,
bleibt doch jedem selbst überlassen.

Auch wenn nicht alle Proteste und Petitionen die einmal gefassten Beschlüsse der
Regierung kippen, es macht alle Male Sinn, sich als Volk nicht einfach alles wider-
standslos gefallen zu lassen.

Spätestens bei der nächsten Wahl haben wir doch wieder ein wenig Einfluss auf die
großen Entscheidungen, und je mehr wir den Machthabenden zeigen, dass mit uns
zu rechnen ist – je weiter wir z.B. Protestaktionen online verbreiten, desto mehr
mündige Bürger wachsen in diesem unserem Lande heran.

Unterschätzen wir nicht unseren Einfluss auf’s Geschehen: abgesehen von jedem
einzelnen Gedanken, aus dem oftmals Worte werden, und nicht selten Taten, die
das Leben unserer Mitmenschen auf Wohl und Wehe beeinflussen, unsere wohl-
überlegten Entscheidungen für oder wider  alltägliche Handlungsweisen bewirken
weitreichende Kreise, gleich einem Stein, der ins Wasser fällt:

Die ersten Anhänger weitgehend naturbelassener Kost wurden in den siebziger
Jahren als Öko-Freaks verlacht – doch sie legten den Grundstein für die heutigen,
stark frequentierten Naturkostmärkte.

Die belächelten “Öko-Freaks” weckten das Bewusstsein vieler Menschen für gift-
freiere Ernährung und mehr Interesse der Gesellschaft an der Herkunft Ihrer
Nahrung.

Mit unserem Kosumverhalten steuern wir unendlich
viele Vorgänge und Schicksale auf dieser Erde.

Dies ist nur ein Beispiel für den langfristigen Erfolg einer Lebensweise, in der
sich und andere  informieren, gegebenenfalls umdenken und nachhaltig für
Interessen einstehen keine leeren Worthülsen bedeuten.

Wenn z.B. auch Sie gegen die Verlängerung der AKW-Laufzeiten stimmen,
finden Sie hier ein informatives Vergleichsportal für Ökostromanbieter:

www.oekostrom-vergleich.com

Wir sehen der Zukunft ziemlich positiv entgegen, da immer mehr Machenschaften
entgegen dem Willen des Volkes dieser Tage an die Öffentlichkeit treten und wir
alle das eine oder andere dagegen unternehmen können

- wir müssen es nur TUN.

Wir wünschen Ihnen eine gute und informative Woche.

Die Frauen vom

Taffe-Frauen-Netzwerk.de

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